Denk Dich schlank. Schließe Frieden mit Essen & mit Deinem Körper.“

Solches oder Ähnliches darf wohl jeder, der nicht dem aktuellen Schönheits-Diätveteranen-Schlankheits-Ideal entspricht, regelmäßig unfreiwillig en masse lesen, sobald neue Freundschaftsanfragen auf Social Media aufploppen. Ob mehr Männer oder mehr Frauen mit den unzähligen Weisheiten, Pülverchen und Programmen kontaktiert werden, vermag ich nicht zu beurteilen. Vor kurzem erst war es mir wieder so ergangen.

Ich lebe in Frieden mit meinem Körper

Manchmal finde ich mich bzw. finde ich bestimmte Körperregionen ZU FETT! JA! Ich besitze sogar Spiegel! Wer hätte das vermutet?!?

Und doch, meine Zeiten mit ultrakurzen Miniröcken oder (Winter-) Hotpants sind passé. Hatte ich alles, inkl. Verehrern und einem Ehemann, die mir schworen, ich könne ALLES tragen oder weglassen, ich sähe immer „Hammer“ aus. Frieden geschlossen mit meinem Körper habe ich im zarten Alter von 18 Jahren, als ich erkennen musste, dass ich als 1,80-m-Frau in diesem Leben nicht mehr „klein, blond und blauäugig“ werden würde, und neben meinen damals besten Freundinnen (eineiige Zwillinge auch noch, die sich der vollen Aufmerksamkeit schon aufgrund dieses Umstands nahezu immer sicher sein konnten) mit Size Zero-Maßen und Ballett-Erfahrung IMMER wie ein Elefant im Porzellanladen aussehen würde.

 

Persönliche Zufriedenheit und Persönlichkeit kennen keine Kleidergröße

Heute bin ich Jahrzehnte älter, sichtbar adipös, Mutter zweier Kinder, mit aktivem Liebesleben und anderweitiger Bewegung, und selbstbewusst genug, um jederzeit für mich „die Hosen runterzulassen“ – im bildlichen wie wörtlichen Sinn! Ich bin damit keine Ausnahme. Ich kenne viele Dicke, Dünne, Große, Kleine, Schöne, Bildschöne, Andersschöne, die zu sich stehen. Manchmal kurzzeitig zaudernd, meistens rundum zufrieden. Viel unangenehmer als mit äußeren Attributen aus der Reihe zu tanzen, finde ich innere Hässlichkeit wie Neid, Hass, Geiz, Missgunst, die sich auch in Kombination mit dem makellosesten Äußeren niemals gut machen.  

Empathielosigkeit und Kommunikationsschwäche sind keine Frage des Berufsstandes oder Bildungsgrads

Auch frisch angelernte, oberschlaue, übergriffige Ernährungsfuzzis – Verzeihung, ausgewiesene Ernährungs- und Gesundheits-Experten, selbstverständlich – dürfen gern meine kostenpflichtige Coaching-/Mentoring-programme buchen. In diesem Rahmen dürfen sie mir u. U. auch ihre Produkte vorstellen und deren Vorzüge hervorheben. Vielleicht überzeugen sie mich tatsächlich. Ansonsten kaufe ich bei Interesse ohnehin bei Beratern meines Vertrauens, die ihrerseits wirklich qualitativ hochwertige Produkte mit Fingerspitzengefühl und Weitblick vertreiben und dadurch ihren Lebensunterhalt bestreiten. „Freunde“ suche mir darüber hinaus selbst aus. Es sind eher selten Menschen, die mich mit der Tür ins Haus fallend sofort erschlagen haben. Sind Sie selbst jetzt von meiner rauen Sprache verschreckt? Ich kann Sie beruhigen. In der Regel wird mir nachgesagt, im persönlichen Kontakt sehr einfühlsam und umsichtig mit meinen Mitmenschen umzugehen. Allerdings gehören zu mir auch eine Portion Augenzwinkern und Humor. Manchmal lache ich sogar. Eher ein lautes „Hahaha“ als ein verschämtes „Hihihi“ und keinesfalls ein missgünstiges „Hehehe“. Auf alle Fälle lache ich lieber mit Menschen als über Menschen – und wenn doch letzteres passiert, dann üblicherweise über mich selbst. Man darf sich im Leben auch selbst auf die Schippe nehmen, oder? Dies würde ich mir auch von so manchem Mediziner als „Halbgott in Weiß“ wünschen. Hört man sich Patientengeschichten an, möchte man manches Mal nur laut lospoltern wie ich es oben getan habe. Gelegentlich bekamen Ärzte von mir auch schon mal, freundlich und gelassen, zu hören: „Ich bin nur dick (wahlweise krank), nicht doof.“. Aber das wäre noch mal ein Thema für einen separaten Blogartikel. 

Kein Marketing-Gag – Anfänglicher Groll entwickelte sich zu willkommenem Anlass, mich mehr zu zeigen

Der Beitrag war spontan entstanden und erzeugte eine gewisse Aufmerksamkeit in meinen Kreisen. Kritische wie anerkennende, überraschte wie gelassen zustimmende Stimmen meldeten sich zu Wort. Wer mich – etwas besser – kennt, weiß, mich und meine teils in bildhafter Sprache verfassten Statements einzuordnen. Mangelndes Selbstbewusstsein und mangelnden Selbstwert kann man mir nicht wirklich unterstellen. Bei vielen Themen und Personengruppen bleibe ich dezent im Hintergrund, bei anderen springe ich an. Zu meinem eigenen Wohl – mehr noch, wenn es um Andere geht.

Möchten Sie zu Ihren individuellen Themen mit  mir zusammenarbeiten?

Gerne lasse ich Ihnen meine Angebotspakete zukommen. Anfragen für seriöses Führungskräfte- oder Karriere-Coaching in Berlin oder Nizza können jederzeit gerne per nebenstehendem Kontaktformular oder per E-Mail an info@ina-reisel.de gerichtet werden. Oder rufen Sie an den Tagen Montag bis Freitag tagsüber unter +49 30 590083803 in meinem Berliner Büro an, um einen Telefontermin für ein honorarfreies Vorab-Gespräch zu vereinbaren. 

Zu guter letzt: Herzlichen Dank an die oben erwähnten letzten Diätwundermöchtegernkontakte, die selbst zu einem gefundenen Fressen für mich wurden. 😉