Heute, am 1. Todestag meiner Mutter, erfuhr ich, dass vor einigen Tagen der vierte meiner fünf direkten Vorgesetzten meines damaligen Arbeitgebers verstorben ist. 13 Jahre meines Berufslebens…

R.i.P., Schumi, der Sie mich auf die Palme brachten, wenn Sie Ihre Finger in mein Sachgebiet steckten (und „meine Gabel im Handrücken“ zu spüren bekamen) oder bei jeder Gelegenheit meine Eltern und Geschwister in der Stadt ansprachen.

Danke, dass ich von Ihnen soviel Fachwissen und Organisatorisches lernen, als sensible Introvertierte Schlagfertigkeit trainieren konnte, und immer wieder liebe und lustige Überraschungen beschert bekam! Ihre Lollies an meinem Fahrradlenker z. B. und vieles mehr. Trotz manchen Disputs wussten wir uns fachlich und menschlich zu schätzen, hielten zusammen, wenn es drauf ankam, und haben uns vor Jahrzehnten alles verziehen. Ich habe mich seither immer gefreut, wenn Sie bei meinen Eltern plaudernd auf der Gartenbank saßen oder die Ladentür bei meiner Schwester zum Gruß fröhlich aufrießen.

Ich denke an Sie und schäme mich keiner Träne, die ich Ihretwegen heute vergoss. Mein Vater und meine Geschwister fühlten mit – mir mir, mit Ihnen, Schumi❣️ Sie und ich wollten auch bei der Arbeit Mensch sein. Ich schätze, es ist uns gelungen…