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Unternehmenskultur - Oder: Hilfe, die neuen Azubis kommen

Veröffentlicht am 26.08.2018

Gerade in dieser Zeit von August bis Oktober eines jeden Jahres, wenn in den meisten Ausbildungsbetrieben das neue Ausbildungsjahr beginnt, erlebt man, dass sich Menschen damit auseinandersetzen, wie sie im Berufsalltag miteinander umgehen – oder umgehen wollen. Man kann den Eindruck gewinnen, dass es ihnen den Rest des Jahres egal wäre, doch auf einmal, wenn Nachwuchs ins Unternehmen kommt, scheint Bewegung in Festgefahrenes zu kommen. Nicht selten wird sich dann gewundert, vielleicht sogar empört, wie „die Jugend von heute“ unterwegs ist. Dies machen sie in Kleidungs- und Stylingfragen fest, aber auch an den Umgangsformen. Seit vielen Jahren wird in dieser Zeit in deutschen Unternehmen intern von der Ausbildungs – oder Personalabteilung erneut geschult oder Geld für Trainings durch externe Anbieter in die Hand genommen. Den jungen Leuten soll vermittelt werden, wie man im eigenen Unternehmen miteinander umgeht, welche Kleidungsvorschriften gelten, überhaupt welche Erwartungen an die neuen Auszubildenden gesetzt werden.

Ich halte diese Maßnahmen, ob Schulung oder Training, durchaus für sinnvoll, doch frage ich mich manches Mal, ob sich die – insbesondere langjährige – Mitarbeiterschaft und Führungs-Crew ebenso hinterfragt. Durch meine eigene Tätigkeit in früheren Jahren als Ausbilderin für kaufmännische Auszubildende weiß ich, dass es durchaus ein Spagat sein kann, sich zwischen Firmenphilosophie, Kollegen jeglichen (Betriebszugehörigkeits-)Alters und Vorgesetzten zu bewegen. „Die Jugend von heute“ – ist sie wirklich „schlechter, verrückter, fauler, unhöflicher“ als frühere Jahrgänge? Die 1968-Generation entschwindet fast vollständig aus den Betrieben, doch auch ihre Werte und Erziehungs(un)methoden wurden weitergegeben, ebenso wie die der Kriegskindergeneration. Hört man sich auf Firmenfesten oder in geschlossenen Kreisen die Erzählungen lebenserfahrener Mitarbeiter an, kann man das Gefühl bekommen, als seien die heutigen Berufsanfänger doch allesamt eher harmlos. Doch egal wie, in Zeiten, in denen um Fachkräfte und –nachwuchs gerungen werden muss, scheint es nicht zielführend zu sein, sich die jungen Leute zurechtbiegen zu wollen. Klare Regeln für Alle. Solche, die von Zeit zu Zeit neu zu verhandeln sind, sind gefragt.

Mich beschäftigt regelmäßig die Frage, ob „die älteren Semester“ selbst leben, was sie den jungen Menschen abverlangen möchten. In der betriebswirtschaftlichen Literatur stößt man früher oder später in Hinblick auf Personalarbeit und Führungsthemen auf die Begriffe „Unternehmenskultur“ und „Unternehmensleitbild“, und hier bei weiterer Auseinandersetzung auf die „gelebten Werte“.

Gibt es in Ihrem Unternehmen eigentlich eine Unternehmenskultur? – Entschuldigung, selbstverständlich. Ein kleiner Scherz meinerseits. Doch ganz im Ernst:

  • Wie ist es um die Unternehmenskultur in Ihrem Unternehmen bestellt?
  • Gibt es bei Ihnen ein Unternehmensleitbild oder –leitlinien? Wenn ja, von wem wurden sie zu welcher Zeit entwickelt?
  • Hand auf’s Herz: Leben Sie – ja, auch SIE ganz persönlich – das, was neuen Mitarbeitern oder eben diesen oben erwähnten Auszubildenden mit auf den Weg gegeben werden soll?
  • Würden Sie gern als Berufseinsteiger/in oder neue/r MItarbeiter/in in Ihrem Unternehmen anfangen wollen?

Wenn Sie Unterstützung in Ihrer Personalentwicklungsarbeit wünschen, lassen Sie es mich gern per E-Mail an info@ina-reisel.com wissen. Als ehemalige Ausbilderin (mit "AdA-Schein"), langjährige Mitarbeiterin und Führungskraft in unterschiedlichen Branchen und Unternehmen verschiedener Größen und Beraterin mit fundiertem fachlichen Hintergrund bin ich mit den jeweiligen Blickwinkeln vertraut.

 

 

 

 

Foto: Ina Reisel - Motiv:Musterausbildungsvertrag der Industrie- und Handelskammer

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